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Zeitraum für Marktraumumstellung L-Gas auf H-Gas ausgeweitet

In Deutschland läuft seit 2014 die so genannte Marktraumumstellung, eine Umstellung von privaten und Industriekunden von niederkalorischem Gas (L-Gas) auf hochkalorisches Gas (H-Gas). Sie ist erforderlich, weil die Förderung von L-Gas in den Niederlanden stark rückläufig ist und deutsche Kunden das L Gas zukünftig nicht mehr zur Verfügung gestellt bekommen können. Für die Umstellung auf H-Gas aus anderen Bezugsquellen müssen in Haushalten, Gewerbe- und Industriebetrieben Gasgeräte an die veränderte Gasqualität angepasst werden. In den vergangenen Jahren wurden bereits rund 500.000 Gasgeräte angepasst, für dieses Jahr sind etwa 400.000 Anpassungen vorgesehen.

Aufgrund des sich weiterhin ausbreitenden Coronavirus haben das für die Marktraumumstellung zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Bundesnetzagentur nun bekanntgegeben, dass eine zunehmende Anzahl von Monteuren keinen Zugang zu den anzupassenden Gasgeräten haben. Auch sei ein deutlich erhöhter Krankenstand bei den Unternehmen zu verzeichnen. Die Konsequenz: Der Prozess der Marktraumumstellung wird an die derzeitige Situation angepasst – heißt: Der Zeitraum für die Maßnahmen wird gesetzlich ausgeweitet. In jedem Fall müsse jedoch sichergestellt sein, dass einmal begonnene Umstellungen geordnet zu Ende gebracht werden, um eine sicherer Versorgung der Endkunden mit Gas zu gewährleisten, so die Bundesnetzagentur weiter.

Wenn ein Netzbereich bereits von L- auf H-Gas umgestellt wurde, müssen die Gasverbrauchsgeräte zeitnah an die neue Gasqualität angepasst werden, damit die Betriebssicherheit dieser Geräte gewährleistet bleibt. (jr)

www.bundesnetzagentur.de