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EUGAL: DENSO erhält Auftrag zur Schweißnahtumhüllung

Die EUGAL gilt als eines der größten Bauprojekte von Gastransportleitungen. Mit DENSO hat GASCADE nun einen Korrosionsschutzspezialisten ins Boot geholt, der seine Expertise bereits mehrfach nachweisen konnte.

“Gemeinsam sind wir stark.” Ein Motto, für welches nicht nur die Europäische Union stehen will, sondern eines, an dem sich auch die EU-Marktakteure im Bereich der Energieversorgung orientieren wollen. Mit dem europäischen Verbundsystem (EV), einem kontinentalen, engmaschigen Stromnetz aus Hoch- und Höchstspannungsleitungen zur Verteilung von elektrischer Energie, fand dieser Trend seinen vorläufigen Höhepunkt.

Den nächsten Schritt gehen nun die Gasversorger: Seit Mitte 2018 wird mit dem Bau der Europäischen Gas-Anbindungsleitung (EUGAL) eines der bislang weltweit größten Projekte im Bereich der Gastransportleitungen realisiert. Die rund 485 Kilometer lange Versorgungsleitung verläuft dabei parallel zur OPAL (Ostsee-Pipeline- Anbindungsleitung) – sie startet vom Nord Stream 2-Anschluss bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern, verläuft durch drei ostdeutsche Bundesländer und endet schließlich in Tschechien. Gebaut wird die Transportdrehscheibe zwischen Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik vom deutschen Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE Gastransporte GmbH.

Foto: DENSO Group Germany

Schweißnahtumhüllungen für Monaco

Besonderes Augenmerk müssen die Pipeline-Bauer dabei auf den Korrosionsschutz der Transportleitung legen. Zu groß ist die ökonomische wie ökologische Gefahr eines Gasaustrittes im Schadensfall. Ein qualitativ hochwertiger Korrosionsschutz ist für die GASCADE daher unumgänglich. Diesen stellt nach Ansicht der Bauherren nun die DENSO Group Germany her. Das Unternehmen ist von zehn der zwölf beauftragenden Bauunternehmen damit betraut worden, etwa 36.000 Schweißnähte mit Schutzmaßnahmen zu versehen. Zum Einsatz kommen dabei das DENSOLEN®-N60/-S20 Bandsystem sowie DENSOMAT®-Wickelautomaten. Das Zweibandsystem für den Korrosionsschutz von Metallrohren und Pipelines ist gemäß DIN 30672, EN 12068, ASTM und AWWA zugelassen. Das kaltverarbeitete System wird aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit auf Rohren und Leitungen von kleinen bis zu sehr großen Durchmessern verwendet. Durch die Nutzung von 3-Schichtbändern als Innen- und Außenband – jeweils in zwei Lagen – verwachsen alle Bandlagen des Systems vollständig miteinander.

Welchen Mehrwert DENSO beim Pipelinebau bietet, wies das Unternehmen bereits in vorigen Projekten nach. So kamen die DENSOLEN ®-Bandsysteme etwa während des Baus der Erdgas-Pipeline Monaco zum Einsatz. Die 87 Kilometer lange Leitung verläuft von Burghausen nach Finsing und hat zur Aufgabe, den Transportbedarf von und zu den Erdgasspeichern in Bayern und Österreich zu sichern. Insgesamt hat DENSO den Korrosionsschutz für rund 3.000 Schweißnähte geliefert.

Bauende zum Jahresabschluss 2020 geplant

Bei der Projektausschreibung legten die zwölf beauftragenden Bauunternehmen ihren Fokus neben qualitativen Ansprüchen auf einen weitgehend automatisierten Ablauf der Korrosionsschutzmaßnahmen.

Neben der jahrzehntelangen Erfahrung im Bereich des Schweißnaht- Korrosionsschutzes konnte sich die DENSO Group Germany hier besonders hervortun: Mit ihren benzin- oder elektrogetriebenen DENSOMAT®-11-Wickelautomaten sowie einem Reparatur- beziehungsweise Austauschservice garantiert das international agierende Unternehmen einen zuverlässigen Baufortschritt innerhalb nur weniger Stunden. (jr)

Kontakt: DENSO GmbH, Dr. Carsten Fischer, 51371 Leverkusen, Tel. +49 (0) 214 2602 305, fischer@denso.de