Slider

Einsatzpotenziale von Wasserstoff in der Lausitz

28.01.2020 – Wasserstoff bietet die Möglichkeit, den Energiebedarf in der Lausitz bereits bis 2030 signifikant zu dekarbonisieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) anlässlich der Lausitzer Energiefachtagung am DEKRA Lausitzring vorgestellt hat. Unter Betrachtung aller potenziellen Wasserstoffverbraucher könnte demnach bis 2030 der Gesamtbedarf an Wasserstoff in der Wirtschaftsregion Lausitz auf etwa 160.000 Tonnen pro Jahr ansteigen.

Im Auftrag der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) hat das Fraunhofer IWU untersucht, in welchem Maße aus erneuerbarem Strom gewonnener, sogenannter grüner Wasserstoff fossile Energieträger in der Region ersetzen kann. Während in den Bereichen Gebäude und Industrie Wasserstoff sukzessive fossiles Erdgas ersetzen kann, bieten sich im Verkehrssektor zahlreiche Optionen wie z.B. Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebe oder synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren an. Für das Jahr 2030 geht die Studie unter anderem von einem Anteil von 5 Prozent Brennstoffzellen-Pkw, 32,5 Prozent Brennstoffzellen-Bussen und einem 20-prozentigen Anteil Wasserstoff im Erdgasnetz aus. Um diese Bedarfspotenziale von etwa 160.000 Wasserstoff pro Jahr zu erreichen, wäre eine installierte Elektrolyseleistung von über 1.500 MW erforderlich.

Die Studie wird zeitnah von der WRL veröffentlicht. (jr)

www.wirtschaftsregion-lausitz.de

www.iwu.fraunhofer.de