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36 europäische LNG-Terminals: „Steigerung, aber Luft nach oben“

30.01.2020 – Die Anzahl der LNG-Terminals in Europa ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Gegenwärtig gibt es nach Angaben des BDEW europaweit 36 solcher Terminals, über die Flüssigerdgas an Land gebracht wird. Gemeinsam verfügen die EU-Terminals über eine Regasifizierungskapazität von 241 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das entspricht mehr als der Hälfte des jährlichen Erdgasverbrauchs in der Europäischen Union. Zudem seien mehrere weitere LNG-Projekte im Bau oder in Planung, berichtet der BDEW.

Die Auslastungsrate der LNG-Terminals beträgt derzeit durchschnittlich 40 Prozent. Damit liegt sie deutlich höher als noch vor einem Jahr, lässt jedoch auch noch Raum für Steigerungen. Deutschland verfügt selbst über kein eigenes LNG-Terminal, hat aber durch die stark vernetzte Gasnetzinfrastruktur die Möglichkeit LNG-Mengen zu beziehen, beispielsweise über die LNG-Terminals Dunkerque, Gate und Zeebrugge. Darüber hinaus planen private Investoren den Bau von LNG-Anlagen unterschiedlicher Größe und Art an vier Standorten in Deutschland: Brunsbüttel, Rostock, Stade und Wilhelmshaven.

„Die Große Koalition hat sich in ihrem Koalitionsvertrag dazu bekannt, Deutschland zum Standort einer LNG-Infrastruktur zu machen. Das ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Gas als flexibler und effizienter Energieträger spielt für das Gelingen der Energiewende eine wichtige Rolle“, sagt Anke Tuschek, Mitglied der BDEW-Hauptgeschäftsführung. (jr)

www.bdew.de